Plattform für die Zukunft

Wissenschaft und Praxis

Diese offene Plattform hat sich mit der Enquete am 9. Mai 2016 im ÖIAV konstituiert. Sie steht allen Beteiligten an Planen, Bauen und Betreiben als Ansprechpartnerin, Vordenkerin und Sprecherin zur Verfügung. Sie wird bewusst nicht formal als Vereinigung organisiert, weil sie zu niemandem in Wettbewerb stehen will.

Unser Ziel ist mit den drei Worten „Arbeit.Wirtschaft.Export“ beschrieben:
Tragen wir zu einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft in unserem Land bei, sorgen wir für hochwertige Arbeit künftiger Generationen durch innovative Wertschöpfung im Inland und im Export.

Unser Thema ist die Digitalisierung der Wertschöpfungskette Planen.Bauen.Betreiben oder pointiert die Rückkoppelung aus der Phase Nutzung & Betrieb in die Phasen Planen & Bauen, so dass datenbasierte Regelkreise entstehen, die den Lebenszyklus in all seinen Facetten optimieren helfen.
Chance und Herausforderung liegen beim Thema Digitalisierung knapp beieinander. Die österreichische Bauwirtschaft, Baugewerbe und Bauindustrie, Immobilienwirtschaft, Infrastruktur und Industrie bereiten sich auf künftige Entwicklungen am Weltmarkt vor.Alle sind eingeladen, beizutreten, mitzuwirken:

Auftraggeber, Auftragnehmer, Planer und Konsulenten, Forschung und Lehre, Produzierende und Lieferanten, Interessensvertretungen und Gebietskörperschaften, Öffentliche und Private …

Die Plattform hat bewusst keine Rechtsform, ist kein Verein. Sie will nicht in Wettbewerb zu irgendeiner anderen Organisation treten. Sie will verbinden, Interessen ausgleichen, Handlungsbedarf aufzeigen.
Wir bezeichnen die bei uns Mitwirkenden als unsere „Partner“. „Partner“ sind die Mitglieder unserer Arbeitskreise und andere Aktive.

Zielsetzung

Durch die konsequente Kombination von Wissenschaft und Praxis soll im Wege von Forschungsprojekten, wissenschaftlicher Arbeit und praktischer Erprobung in Musterprojekten der dynamischen Entwicklung Rechnung getragen werden. Im Sinne der geforderten Agilität wird es notwendig sein, in relativ kurzen Abständen immer wieder Wissenschaftler und Praxis miteinander rückzukoppeln, um nicht Irrwege zu gehen und Ressourcen zu vergeuden. In diesem Sinne ist auch diese Vorgangsweise der Plattform bereits als Innovation zu verstehen.

Was wir bieten und erwarten

  • Mitwirkung in Arbeitskreisen und Veranstaltungen
  • Konkrete Befassung mit digitalisierten Wertschöpfungsketten und Prozessen
  • Innovation und Forschung, Mustervorhaben und Pilotprojekte
  • Fachgespräche und Impulse zur Zukunft unserer Berufsbilder einschließlich Ausbildung
  • Fachgespräche und Impulse zu Arbeit.Wirtschaft.Export
  • Einbringen und Vertreten von Interessen im Rahmen der Plattform und nach außen
  • Ausgleich von Interessen und Erreichen gemeinsamer Zielsetzungen
  • Harmonisierung von Initiativen, national und international

Internationalen Erfahrungsaustausch und Interessensausgleich

Wir erwarten bzw. erhoffen

  • Aktive Diskussion und Teilnahme mit dem Ziel gemeinsamer Positionen und Erfolge
  • Konkrete Beiträge zur inhaltlichen Arbeit

Die Trägerorganisationen

Die Trägerorganisationen befassen sich mit folgenden Schwerpunkt-Themen und leisten Beiträge zum Aufbau und zur Führung der Plattform:

ASI Austrian Standards Institute

Normung im Bereich BIM und FIM BIM Building Information Modeling, FIM Facility Information Management Vertretung Österreichs in internationalen Gremien wie zB bei CEN

ÖBV Österreichische Bautechnik Vereinigung

Arbeitskreis „BIM in der Praxis“ für die Bereiche Hochbau und Tiefbau/Infrastruktur Bildung eines Fachbeirates im Sinne eines Lenkungsgremiums Unterstützung beim Aufbau und bei der fachlichen Ausrichtung „Planen und Bauen“

ÖIAV Österreichischer Ingenieur- und Architekten Verein

Arbeitskreis „die Zukunft der Bauprozesse“ Konstituierung einer Fachgruppe „Digitalisierung“ Personelle Unterstützung bei Forum, Administration, kfm. Verwaltung und Sit

FMA Facility Management Austria

Arbeitskreis „BIM2FIM im Bereich TGA“ gemeinsam mit IGLZ BIM2FIM als geschlossener Datenkreislauf mit Rückkopplung über den Lebenszyklus Unterstützung bei der fachlichen Ausrichtung aus Sicht „Nutzen und Betreiben“


Die Arbeitskreise
Die Arbeitskreise befassen sich mit folgenden Themen:

  • ASI und CEN – Normierung zu BIM, FIM und Digitalisierung
  • ÖBV – BIM in der Praxis, Anwendung Hochbau, Tiefbau, TGA und Anlagen
  • ÖIAV – die Zukunft der Bauprozesse, mittelfristige Verbesserung und langfristige Vision
  • FMA  –  BIM2FIM im Bereich TGA, die Datenkette zur Wertschöpfung

Dem Leitmotiv „Wissenschaft und Praxis“ wird durch Arbeitskreise, Musterprojekte , Diplomarbeiten und Dissertationen entsprochen. Aus den Arbeitskreisen entstehen konkrete Botschaften und Richtlinien, die an die Führenden in Politik und Wissenschaft herangetragen werden.

Innovation, Forschung und Entwicklung werden als die wesentliche Säule für den künftigen Erfolg unseres Wirtschaftsstandortes gesehen. Mit ähnlichen Initiativen in den Nachbarländern Deutschland und Schweiz sowie in der EU und international stimmt sich die Plattform ab.

laufende Arbeitskreise

AK „BIM in der Praxis“ im Rahmen der ÖBV mit folgenden Zielsetzungen und derzeitigem Status

Fokus „Theorie“ in enger Abstimmung mit ASI, Definition von Begriffen, Rollen und Leistungen bei BIM Projekten Ein Dokument dazu ist in Arbeit.

Fokus „Praxis“ unterteilt in die Bereiche „Hochbau“ und „Tiefbau/Infrastruktur“ Diskussion der praktischen Anforderungen und Erfahrungen Je ein Dokument zu jedem Bereich ist in Arbeit

AK „die Zukunft der Bauprozesse“ im Rahmen des ÖIAV mit folgenden Zielsetzungen und derzeitigem Status

Fokus „Verbesserung“ Was soll in den nächsten Jahren konkret verbessert werden? Ein Dokument dazu ist in Arbeit

Fokus „Vision“ Wohin soll die Entwicklung langfristig gehen? Welche Trends erkennen wir international? Ein Dokument dazu ist in Arbeit.

Schriften und Richtlinien Im Jahr 2018 sollen Merkblätter oder Richtlinien herausgegeben werden. In Anbetracht der raschen Entwicklung des Themas werden ab sofort Zug um Zug wesentliche Erkenntnisse und Erfahrungsberichte, auch Thesen und Handlungsempfehlungen in Form von Schriften herausgegeben. Aus diesen Inhalten entstehen dann die Richtlinien.


Ressorts

Was ist ein Ressort?

Ressorts nennen wir die Organisation unserer Partner und Interessenten. Ressorts sind unsere aktiven Partner im Rahmen der Plattform 4.0. Ein Ressort vereinigt beispielsweise alle Interessenten eines bestimmten Wissensgebietes, einer Institution oder einer Region.

Wir verstehen Ressorts in erster Linie sehr persönlich, sie können überschneidend sein und in Teilbereichen selbstverständlich zusammenwirken. Denn es liegt immer nur an den richtigen Personen, wenn etwas gelingt. Personen, die für das Gelingen der Plattform wichtig sind und Personen, für die die Plattform wichtig ist.

In den Ressorts wird thematisch gearbeitet, werden Interessen diskutiert und vertreten, hoffentlich auch ausgeglichen, in den Ressorts entstehen Positionspapiere und Handlungsempfehlungen.

Die Plattform 4.0 ist langfristig angelegt und muss daher auch anpassungsfähig sein. Wir leben in einer dynamischen Zeit. Das ist das Wesen der Digitalisierung. Deshalb ist auch die Gliederung in Ressorts immer nur eine Augenblicksaufnahme.

 Typische Ressorts sind

  • Institutionen wie Ministerien, Interessensvertretungen, Bildungseinrichtungen wie Universitäten, Fachhochschulen, Akademien, Schulen, Forschungsinstitutionen, öffentliche Auftraggeber etc. im In- und Ausland
  • Wissensgebiete wie BIM, Planung Hochbau, Planung Tiefbau, TGA, Prozessmanagement, Facility Management, Lebenszykluskosten, Abwicklungsmodelle, Vermessung, Mobilität, Energie, Geotechnik, Wirtschaft, Recht, Umwelt, Projektentwicklung, Zukunftsforschung etc.
  • Regionen, Gebietskörperschaften wie Städte, Bundesländer, Gemeinden, regionale Verbände, Nachbarländer, EU etc. soweit nicht bei Institutionen abgehandelt bzw. überschneidend

Wichtig ist uns die Ausgewogenheit zwischen allen Interessen. Diese verstehen wir unpolitisch, aber sehr wohl auf Politik und Wirtschaft ausgerichtet. In diesem Sinne suchen wir breite Repräsentativität.

Entscheidungen, wie ein Ressort zu verstehen und zuzuordnen ist, werden bilateral zwischen den Vertretern eines Ressorts und der Leitung der Plattform getroffen. Dies ist stark persönlichkeitsbezogen und kann daher auch mit der Zeit veränderlich sein.

Das Generalsekretariat führt eine zu jeder Zeit aktuelle Liste der Ressorts. In dieser Liste sieht man die jeweils aktuell aktiven Ressorts und die Gedanken von Leitung und Kernteam zu weiteren Ressorts, die möglicherweise entstehen werden oder entstehen sollen.

Wie entsteht ein Ressort?

Ein Ressort entsteht grundsätzlich „spontan“. Leitung und Kernteam der Plattform nominieren nach der Implementierung umgehend eine/n Ansprechpartner/in. Die aktuelle Liste von Ressorts, Sprechern und Ansprechpartnern ist am Sharepoint Server für alle Partner der Plattform (Mitglieder aller Ressorts) ersichtlich.

Ein Anlass kann sein, dass die Leitung oder ein Mitglied des Kernteams erkennt, dass ein Wissensgebiet, eine Institution oder eine Region von Bedeutung für das Thema der Plattform „Planen.Bauen.Betreiben 4.0 – Arbeit.Wirtschaft.Export“ ist.

Ein Anlass kann sein, dass eine Persönlichkeit zur Auffassung gelangt, dass ihr Thema, ihr Beruf, ihre Funktion, ihre Überzeugung von Interesse für die Plattform ist und diesbezüglich an Leitung oder Kernteam herantritt.

In solchen Fällen vereinbaren die Leitung einerseits und die jeweilige Persönlichkeit andererseits, ein Ressort zu bilden. Dieses Ressort bekommt eine den Inhalt beschreibende Bezeichnung und die jeweilige Persönlichkeit wird die Funktion als Sprecherin des Ressorts wahrzunehmen haben.

Mit der Zeit werden sich mehr Menschen in diesem Ressort sammeln und es kann dazu kommen, dass eine andere Sprecherin gewählt wird. Dies wird innerhalb des Ressorts zu diskutieren sein und mit der Leitung vereinbart.

Um die Zahl der Ressorts in Summe begrenzt zu halten, werden Ressorts mit der Zeit zusammengefasst werden. Die Zeit wird zeigen, wie sich das entwickelt.

Wie funktioniert ein Ressort?

In der Innenorganisation sind die Mitglieder eines Ressorts weitgehend autark, soweit sie die grundsätzlichen Regelungen und Usancen der Plattform einhalten. Wie alle in der Plattform wollen wir aber in den Ressorts weitgehend formlos und unkompliziert gemeinsam funktionieren.

Die führenden Vertreter der Ressorts führen Gespräche, um ihre Positionen zu vertreten und die Positionen anderer Ressorts oder Außenstehender zu verstehen und aufzugreifen. In Summe tragen Leitung und Kernteam die Verantwortung für die Position und Richtung der Plattform insgesamt.

Ein Ressort wirkt als aktive Interessensvertreterin im Rahmen der Plattform. In einem Ressort werden relevante Themen diskutiert, Positionspapiere oder Schriften unserer Schriftenreihe verfasst, Handlungsempfehlungen erarbeitet und an die Leitung der Plattform herangetragen. Ressorts sind aktiv bei der Organisation von Veranstaltungen, sei es eigenen oder fremden, in denen die Positionen des Ressorts im Rahmen der Plattform vertreten werden.

Gelingt dies im Falle eines Ressorts nachhaltig nicht und ergeben sich menschliche Probleme oder formal unangemessene Kommunikation, steht es der Leitung der Plattform jederzeit frei, den Wechsel eines Sprechers oder einer Sprecherin zu fordern oder auch das betroffene Ressort völlig neu zu organisieren.

Die Welt ist kompliziert genug. Die Plattform soll einfach sein.

Wie lebt ein Ressort?

Vieles ist bereits oben beschrieben. Wir wollen nur noch einmal darauf hinweisen, dass jede Gemeinschaft ein Lebewesen ist und dass „Grow as We Go“ ein wichtiger Grundsatz für solche Initiativen ist.

In diesem Sinne bitten wir um Verständnis, dass sich Ressorts verändern können und im Sinne der dynamischen Entwicklung unserer Zeit auch verändern werden müssen.

Leitung und Kernteam werden sich bemühen, solche Veränderungen im Sinne aller zu steuern.

Ein Ressort soll nie unter die Zahl 5 aktiver Partner fallen. Zeigen Ressorts während eines ganzen Jahres keine wesentlichen Aktivitäten oder leisten sie keine konstruktiven Beiträge zur Plattform, sind Leitung bzw. Kernteam berechtigt, das Resort zu schliessen oder einem anderen zuzuschlagen.

Auch das gehört zum Leben.

Ein Fachbeirat wurde von ÖBV am 10. November 2016 konstituiert. Als Vorsitzender wurde Peter Krammer, STRABAG designiert. Weiters befinden sich im Fachbeirat Franz Bauer – ÖBB,  Konrad Bergmeister – BOKU,  Gernot Brandtner – ASFINAG,  Wolfgang Gleissner – BIG,  Gerald Goger – TUWien,  Andreas Holler – BUWOG, Georg Kroyer – VIE, Michael Pauser – ÖBV, Wilhelm Reismann – iC, Alfred Sebl – PORR, Günter Steinbauer – Wiener Linien, Karl Weidlinger – Swietelsky

Stand konstituierende Sitzung am 10.11.2016, Mitglieder von ASI und FMA werden noch nominiert

Die Leitung der Plattform besteht aus Gerald Goger und Wilhelm Reismann.

Mitglieder des Kernteams sind weiters Detlef Heck – TU Graz, Peter Kompolschek – ASI, Peter Kovacs – FMA, Peter Kremnitzer – ACTP und Alfred Waschl – IFMA.

Das Generalsekretariat der Plattform betreut die Österreichische Bautechnik Vereinigung